Frauenwürde „Manisita“ Kronau - Interkulturelles Frauenfrühstück zum Wahlrecht-Geburtstag

18.03.2019

(von Frieder Scholtes) Der Kronauer Verein Frauenwürde „Manisita“ setzt sich für eine bessere Welt ohne Hunger, für Frauen- und Kinderrechte, Bildung internationale Toleranz und Völkerverständigung ein. Besonders die Rechte der Frauen, nicht nur in den dritten Ländern, sondern auch in unserer Hemisphäre ein.

Beim interkulturellen Frauenfrühstück, zu dem „Manistia“ eingeladen hatte und das vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie Leben“ gefördert wurde, diskutierten die Mitglieder, Kronaus Bürgermeister Frank Burkard, die Kronauer Junge Liste Gemeinderätin Louisa Fabing, vom Frauenforum Wiesloch Karin Becker und Ursula Trost, sowie vom Bruchsaler Frauennetzwerk Dorothea Hähnel. Die regen Debatten ergaben sich aus den von den Referentinnen Martina Lucas und Rita Haag eingebrachten Themen „Frauen im Mittelalter“ und „100 Jahre Frauen-Wahlrecht“. Über die Stellung der Frau im Mittelalter referierte Martina Lucas. Diese galten mit vierzehn als heiratsfähig, wurden meist aber später verehelicht.
Für Frauen die nicht verheiratet wurden gab es den Weg ins Kloster, dort war die „Ablöse“ auch geringer als die „Mitgift“ und es bestand die Möglichkeit sich zu bilden.
Damals bildeten sich aus alleinstehenden und verwitweten Frauen schon religiöse Gemeinschaften wie beispielsweise die Beginenhöfe, gewissermaßen die erste europäische Frauenbewegung.
Das 100 Jahre alte Frauenwahlrecht hinterfragte Rita Haag. Der Anteil von weiblichen Abgeordneten im Deutschen Bundestag, stagnierte 2017 auf den Stand von zehn Jahren zuvor. Gleichberechtigung haben wir erreicht sagte Frau Haag, nicht jedoch nicht die gleiche Teilhabe und echte Parität.
Die Moderatorin und „Manisita“ Vorsitzende Ria Himmelsbach gab einiges an Hintergrundwissen weiter. Das Ranking der Bundesrepublik beim Stand der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau (14.Platz) erzeugte doch Erstaunen.
„Die Gleichberechtigung kommt kaum voran, doch man sollte die Gleichstellung nicht als Bedrohung sondern als Bereicherung empfinden“, zitierte Himmelsbach den Zeit Kolumnisten Marcel Fratzscher.
„Die Männer müssen sich stärker zu Wort melden und unterstreichen, dass auch sie von einer wirklichen Gleichstellung profitieren“.
Der Besuch des Bürgermeisters fachte noch einmal die Diskussion an. Vor allem die Sozialpolitischen Themen wie Wohnungsknappheit und bezahlbaren Wohnraum wurden thematisiert. Das Ortsoberhaupt wies auf das von der Gemeinde beantragte Quartier Management in Sachen Wohnraumbeschaffung hin.
Rita Haag sagt in Ihrem Redebeitrag „Ich wünsche uns Frauen mehr Selbstbewusstsein und Solidarität, wir müssen junge Frauen und Mädchen ermächtigen ihren eigenen Weg zu gehen“.

 
 

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