Verkehrsgutachten geplant - Bad Schönborn bringt im Ausschuss Bedenken vor

10.07.2017

(von Frieder Scholtes) Nachdem der Kronauer Gemeinderat der Ansiedlung eines Standorts der Rewe-Group, konkret einem Südwest-Zentrale der Discount-Tochter Penny an der A 5 auf Kronauer Gemarkung, zugestimmt hat, wurde dieses Vorhaben im Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Kronau/Bad Schönborn vorgestellt. Seit der Gemeindereform vor über 40 Jahren besteht die Verwaltungsgemeinschaft, die unter anderem über Änderungen des gemeinsamen Flächennutzungsplans befindet.

Der Ausschuss besteht aus den Bürgermeistern beider Gemeinden und jeweils drei Mitgliedern der Gemeinderäte.
„Seit langer Zeit“, so eröffnete der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Bad Schönborns Bürgermeister Detlev Huge die Sitzung, „ist dies ein sehr großes Thema, über das wir beraten und diskutieren müssen“. Auskunft gaben Kronaus Bürgermeister Frank Burkard, dessen Bauamtsleiter Roland Notheisen und die beiden Vertreter des Generalunternehmers „Inwo“, Jochen Dabelstein und Johannes Schlier.

Hauptsächlich hinterfragten die Vertreter Bad Schönborns die Grundlagen für die Änderung des Flächennutzungsplans, der als Grundlage für die Aufstellung eines Bebauungsplans dient. Wichtig war ihnen das Verkehrskonzept, wobei erläutert wurde, dass die LKW- und die meisten PKW- Fahrten direkt über den Autobahnanschluss (Ostkreisel) abgewickelt würden. Bad Schönborn befürchtet aber ein hohes Verkehrsaufkommen durch die Pendlerfahrten der Beschäftigten. Hierzu soll ein Verkehrsgutachten Aufschluss geben, das bereits im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens geplant ist. Auszugehen ist dabei von 450 Arbeitnehmern. Abzuziehen sind Fahrgemeinschaften und Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs. Die verbleibenden Fahrten dürften zu einem Großteil über die Autobahn und Landstraßen abgewickelt werden, die laut Projektentwickler kaum einen spürbaren Effekt für die Bädergemeinde haben. Konkrete Zahlen, die derzeit genannt werden sind reine Spekulation. Befürchtungen des Bad Schönborner Gemeindeoberhaupts in den BNN sieht man in Kronau gelassen. Schließlich würden sich die Nachbarn auch über einen Notarztstandort freuen.

Weitere Anfragen kamen über eine Berührung mit den Wasserschutzzonen und die Nähe der Brunnen des Zweckverbandes. Die Brunnen liegen allerdings nicht im Bebauungsgebiet und auch die Wasserschutzzonen werden nicht beeinträchtigt.
Der Bad Schönborner Gemeinderat wird sich mit diesen Fragen ausführlich befassen bevor er dann seiner Abordnung im Gemeinsamen Ausschuss eine bindende Beschlussempfehlung geben wird.
Weitere Punkte der Sitzung waren der vom Bund geplante Park-and-Ride-Platz an der A 5, die Parkplätze am Bahnhof und die erneute Schließung der Bahnüberführung zwischen Kronau und Bad Schönborn.

 
 

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