Zu Gast bei Freunden in Hohndorf - Kronauer Delegation feiert Tag der Deutschen Einheit in sächsischer Partnergemeinde

11.10.2022

(von Armin Einsele) Auf ein unvergesslich schönes verlängertes erstes Oktoberwochenende mit einem erstklassigen und kurzweiligen Programm bei unseren Freunden in Hohndorf/Sachsen darf die knapp dreißig Personen zählende Partnerschaftsdelegation um Bürgermeister Frank Burkard zurückblicken.

Der dortige Bürgermeister Matthias Groschwitz, seine Gattin Ilona, sein Orgateam im Rathaus, der Hohndorfer Gemeinderat, eigentlich aber die gesamte Gemeinde zeigten sich abermals als perfekte Gastgeber und tolle Freunde.

Gleich nach der langen Busfahrt begrüßte uns das Ortsoberhaupt in Bergmannstracht zu Kaffee und Kuchenessen im Hof und uriger Scheune der „Kuchen-Ute“, einer Hohndorfer Gemeinderätin.
Bürgermeister Frank Burkard nutzte auch gleich die Gelegenheit das Kronauer Gastgeschenk, eine eigens hierfür angefertigte Partnerschaftsfahne an seinen Amtskollegen zu übergeben. Künftig wird die Fahne jeweils bei den gegenseitigen Besuchen wehen und von der seit 1991 währenden Freundschaft der beiden Gemeinden künden.

Gestärkt ging es dann wenige Meter weiter zum Kultur- und Sportzentrum „Weißes Lamm“, um das traditionelle „Glück-Auf-Leuchten“ des Bergmusikkorps „Glück Auf“ der Oelsnitzer Blasmusikanten e.V. mitzuerleben. Schon der Aufzug der traditionell und ebenfalls in Bergmannstracht gekleideten Akteure wusste zu gefallen, ebenso wie die für uns Badener ungewohnten Bergmannsmärsche und regional-typischen Heimatlieder, teils mit Gesang. Dass die Kapelle auch Populärmusik perfekt beherrscht, zeigte sich zu später Stunde, abgerundet durch eine Musik-Laser-Show und ein Feuerwerk. Für einen unterhaltsamen Bildungsteil sorgte ein Sprecher des regionalen Bergbaumuseums, der allen Anwesenden professionell und mit Bildern auf einer Großbildleinwand die ruhmreiche, aber längst abgeschlossene lokale Bergbaugeschichte näherbrachte. Bis auf das zeitweise ungemütliche Wetter bei dieser Open-Air-Veranstaltung stimmte somit alles.

Ein wenig Wehmut machte sich breit auf dem Platz als etliche lokale Institutionen und Vereine die Gelegenheit nutzten sich beim scheidenden Bürgermeister Groschwitz zu verabschieden. Mit Ansprachen, Darbietungen und Geschenken wurde Matthias Groschwitz und seine Gattin Ilona für deren langjährige rat- und tatkräftige Unterstützung und Förderung gedankt. Matthias Groschwitz geht bekanntlich Ende Januar 2023 in seinen wohlverdienten(Un-)Ruhestand.

Als Alleinkandidat für die Bürgermeisterwahl im November steht mit Lutz Rosenlöcher -langjähriger Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter in Hohndorf und großer Befürworter der Gemeindepartnerschaft mit Kronau – bereits sein Nachfolger im Amt fest. Um die Fortführung der badisch-sächsischen Freundschaft muss einem daher nicht bange sein.

Tag 2 der Visite im Erzgebirge war von einem straffen, aber sehr schönen Programm geprägt.
Nach erholsamen Nächten in den Unterkünften und herrlichen Frühstückbuffets fuhr man zunächst mit dem Bus, dem vielen Hohndorfer Freunde und Freundinnen zugestiegen waren, ins nahe Neudorf (Sachsen). Von dort ging es mit der von einer Dampflok gezogenen Fichtelbergbahn durch eine herrliche, allgäuähnliche Landschaft nach Oberwiesental. Die höchstgelegene Stadt Deutschlands warb trotz grüner Hänge und Pisten erkennbar für sich als deutsche Topadresse für alpinen Wintersport.
Nach einem kurzen Fußmarsch ging es dann für die gut aufgelegte Reisegesellschaft mit der Schwebebahn auf den 1.215 Meter hohen Fichelberg. Kühle Temperaturen, Wind, Nebel, aber ab und an auch strahlende Sonne und wunderbare Fernsichten bis hinein nach Tschechien empfingen uns auf dem Gipfel, ebenso wie ein herrlicher Imbiss mit Warm- und Kaltgetränken nach Wahl.
Betretenes Schweigen setzte ein beim eigens für uns getätigten Läuten der gewaltigen Friedensglocke auf dem Fichtelberggipfel. Ob es die stille Freude über den 1990 mit dem Vollzug der Deutschen Einheit erworbenen Frieden in Europa war oder doch eher das entsetzte Bewusstsein darüber, dass der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine diese friedliche europäische Epoche schon wieder beendet hat, kann dahingestellt bleiben.

Nach der Rückkehr nach Hohndorf und Ruhepausen in den Pensionen hieß es, auf dem Hohndorfer Sportplatz die beiden Fußballmannschaften der Partnergemeinden anzufeuern.
Jeweils sieben Kicker traten gegeneinander an, um sich in zwei 20-minütigen Halbzeiten sportlich zu messen. Nach dem Abspielen und vielstimmigen Singen des Badner Lieds und des Steigermarsches ging es dann engagiert, aber stets fair auf dem Rasen zur Sache.
Für Kronau hatte Bürgermeister Frank Burkard die Kickschuhe geschnürt, unterstützt von den KroKaGe-Aktiven, Alois Fuchs, Faschingsprinz Martin Keller, Ingo Mächtel, Sitzungspräsident Michael Heinzmann und Mike Thurm sowie Flügelflitzerin Conny Steinle.
Als Nationaltrainer fungierte der glücklose Gemeinderat Rolf Acker (später wegen Erfolgslosigkeit wieder gefeuert), da Hohndorf knapp (?), aber wohlverdient mit 5 : 1 die Oberhand behielt.
Den brachial erzwungenen Kronauer Ehrentreffer markierte der Altinternationale Alois Fuchs. Mike Thurm, als Torwart meistbeschäftigter Kronauer Akteur, ging immerhin als „Spieler des Tages“ verdient vom Platz. In die deutsche Sportgeschichte wird aber die Moderation von Stadionsprecher und Bürgermeister Matthias Groschwitz eingehen. So fachkundig, wortgewandt und witzig, wie nie jemals zuvor kommentierte er das Geschehen auf dem Platz. Gab es auch sportlich - zumindest für Kronau nicht viel zu lachen - allein sein Auftritt sorgte für Frohsinn und Heiterkeit in beiden Fanlagern.

Abends ging es dann mit einem gemeinsamen Abendbuffet begleitet von einem kleinen bunten Programm in der Lamm-Sporthalle weiter. Nach der Übergabe des Partnerschafts-Wanderpokals durch Bürgermeister Burkard an seinen Amtskollegen sorgten unterhaltsame Gesangs-, Tanz- und Faschingsdarbietungen für Kurzweil. Auch die Pflege der Gemeindepartnerschaft kam durch viele gute Gespräche zwischen Freunden aus Kronau und Hohndorf nicht zu kurz.

Am Nationalfeiertag vor der Rückfahrt nach Kronau, fand schließlich der für Hohndorf traditionelle Festakt zum „Tag der Deutschen Einheit“ mit anschließendem großartigem Bankett statt. Diese sehr edle Veranstaltung wusste die Kronauer Gäste vollends zu beeindrucken. War es die große Beteiligung aus Hohndorf selbst oder der vielen hochgestellten Ehrengäste des ausnahmsweise in der Nachbarstadt Oelsnitz stattfindenden Festakts oder die beindruckenden Festansprachen von Bürgermeister Matthias Groschwitz und des ehemaligen Bundesministers Thomas De Maiziere oder das wohlformulierte Grußwort von Bürgermeister Frank Burkard, die perfekte musikalische und kulinarische Umrahmung – es passte einfach alles.

Auch und ganz besonders die jährlich einmalige feierliche Verleihung des Ehrenwappens der Gemeinde Hohndorf an Frau Dipl. Med. Gabriele Krischker. Die allseits hoch geschätzte Medizinerin und seit kurzem verdiente Ruheständlerin war jahrzehntelang in Hohndorf Landärztin und gehört seit 1990 dem Hohndorfer Gemeinderat an.
Am Einheitsfeiertag 2020 war das Hohndorfer Ehrenwappen bekanntlich dem Kronauer Gemeinderat und Urgestein Rolf Acker verliehen worden, um dessen herausragende Verdienste um die Gemeindepartnerschaft und damit auch ein Stück weit um die Deutsche Einheit zu würdigen.

Viele freundschaftliche Umarmungen und dankbares Händeschütteln beim Abschied zeugten schließlich davon, dass man sich in Hohndorf außerordentlich wohl gefühlt hat und sich ganz Kronau bereits jetzt auf den Gegenbesuch der Freundinnen und Freunde aus dem Erzgebirge freuen darf.

 
 

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