Ehre, wem Ehre gebührt - Verdiente Kronauer mit Ehrenmedaillen ausgezeichnet

02.11.2020

Ehre, wem Ehre gebührt - Verdiente Kronauer mit Ehrenmedaillen ausgezeichnet

(von Armin Einsele) Gleich drei Mitbürgern durfte Bürgermeister Frank Burkard im Vorfeld der öffentlichen Gemeinderatsitzung in der Mehrzweckhalle kommunale Ehrenmedaillen verleihen. Coronabedingt stand der alljährliche Ehrungsabend als üblicher Veranstaltungsrahmen heuer nicht zur Verfügung. Maik Just und Michael Nagel wurden mit der Großen Bürgermedaille ausgezeichnet. Das Ortsoberhaupt machte in einer Ansprache deutlich, dass es einiges an Mut und Tapferkeit und eines hellwachen Verstandes bedarf, um in einer Ausnahmesituation richtig zu reagieren, so wie es Maik Just und Michael Nagel am Neujahrstag 2020 abends vollbracht hatten.

Im Obergeschoss des Vorderhauses in der Ludwigstr. 8 war es nämlich zu einem Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung gekommen. Wie sich im Nachhinein herausstellte brannte ein Plastikeimer. Glücklicher Weise löste der Warnmelder aus. So ein Signal ist zwar unglaublich wichtig, dennoch ist damit die Feuerwehr noch lange nicht alarmiert. Immer wieder bleiben Warnmelder nämlich ungehört oder es wird nicht oder nicht richtig auf das Signal reagiert.

Handlungsstärke bewies zunächst Michael Nagel, der das Erdgeschoss des Hauses bewohnt. Er reagierte sofort und alarmierte die Feuerwehr. Außerdem informierte er seinen Nachbarn Maik Just aus dem Hintergebäude. Im Obergeschoss wohnten seinerzeit vier Personen, darunter ein damals drei Monate alter Säugling. Aufgrund der Gesamtumstände mussten die beiden Männer davon ausgehen, dass sich die Personen in ihrer Wohnung aufhalten, eingeschlossen sind und sich nicht selbst evakuieren können. Sie begaben sich daher in das Obergeschoß, drangen in die verrauchte Wohnung ein und suchten diese nach Menschen ab. Wie sich herausstellte waren die Mieter glücklicherweise nicht zuhause. Im Falle von deren Anwesenheit hätte das mutige Eingreifen der beiden Männer aber noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte, die frühzeitige Evakuierung bzw. Rettung bewirkt. Beide Protagonisten haben bei dieser insgesamt beeindruckenden Tat zumindest ihre Gesundheit riskiert. Der Gemeinderat hat daher jeweils einstimmig beschlossen, Maik Just und Michael Nagel für ihre gemeinschaftlich begangene hervorragende Einzeltat die „Große Bürgermedaille“ zu verleihen.

Nach den Ehrungsstatuten sind Bürgerinnen und Bürger auch für außergewöhnliches und langjähriges ehrenamtliches Engagement zu ehren. Dies trifft auf Oskar Knebel zu, der seit Jahrzehnten im Ehrenamt großartiges leistet. In seiner Laudatio unterstrich Bürgermeister Frank Burkard, dass Oskar Knebel im Prinzip sein ganzes Leben lang ehrenamtlich in Kronau aktiv ist. Daher sei die Auszeichnung mit der Verdienstmedaille längst überfällig und hoch verdient. Die Liste der Verdienste von Oskar Knebel wurde von der Vorstandschaft des VfR „Olympia“ Kronau und von der Pfarrgemeinde zusammengestellt und fiel überaus umfassend aus. Bereits als 10-Jähriger begann Oskar Knebel seine Fußballschuhe für den VfR Kronau zu schnüren. Dank seines außergewöhnlichen Talents wurde er bereits als Jugendlicher in der ersten Mannschaft eingesetzt. Er entwickelte sich zum Führungsspieler, dem im gesamten Fußballkreis und darüber hinaus Hochachtung und Respekt entgegengebracht wurde. Lukrative Angebote anderer Vereine waren die Folge. Doch für Oskar Knebel kam ein Wechsel nicht in Frage. Hier zeigten sich seine bodenständigen Charaktereigenschaften und seine Prinzipien. Kameradschaft und Vereinstreue waren und sind für ihn wichtige Werte.


Auch sportliche Erfolg wie Meisterschaften und Aufstiege stellen sich ein, u.a. mit Oskar Knebel als Spielführer. Im Jahr 1977 war die Marke von 500 Spielen bei seinem VfR für Oskar Knebel erreicht. Auch seine Karriere als Funktionär begann bereits während seiner aktiven Zeit mit dem Amt des Schriftführers. Es folgten die Funktionen des stellvertretenden Vorsitzenden und Spielausschusschefs. Von 1984 bis 1994 prägte er als VfR-Vorsitzender eine ganze Ära. Auch Sonderaufgaben übernahm Oskar Knebel. So war er gemeinsam mit Anton Kugelher federführend beim Bau des Clubhauses. Nach seiner Zeit als Vorsitzender unterstützte er seine Nachfolger höchst aktiv, beispielweise im Bau- und im Festausschuss. Ebenso leitete er die Arbeiten zum Bau des Unterstellgebäudes und engagierte sich als Mitbegründer des Fördervereins „Auf geht’s VfR“. Bis auf den heutigen Tag leitet er das Training der „Bambinis“ im Verein. Außerdem trägt er die Vereinsfahne bei wichtigen Anlässen und kümmert sich mit handwerklichem Geschick um das Clubhaus. Aufgrund seiner Persönlichkeit und fußballerischen Kompetenz ist Oskar Knebel ein wichtiges Bindeglied zu den älteren Vereinsmitgliedern und vor allem ein unverzichtbares Vorbild für die heutige aktive Fußballergeneration. Sein Wort und seine Analysen haben Gewicht.
Parallel zu den Tätigkeiten im Fußball ist Oskar Knebel als praktizierender Katholik seit Jahren auch für die Pfarrgemeinde St. Laurentius aktiv. Er fungiert als Kommunionhelfer während der Gottesdienste und besucht im Rahmen der Krankenkommunion auch Gläubige zuhause. Darüber hinaus übernimmt er für die Kirchengemeinde zahlreiche Besuche anlässlich von Jubiläen.
Aufgrund der Vielfältigkeit und der außergewöhnlichen Gesamtdauer des Engagements bis zum heutigen Tag hat der Gemeinderat einstimmig entschieden Oskar Knebel mit der Verdienstmedaille der Gemeinde Kronau auszuzeichnen.

 
 

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