Das 19. Jahrhundert

Zum Andenken an den deutsch-französischen Krieg wurde ein Ehrenmal vor der Kirche aufgestellt. 1954 wurde es auf Wunsch des Pfarrers auf den Friedhof versetzt.zoom
Zum Andenken an den deutsch-französischen Krieg wurde ein Ehrenmal vor der Kirche aufgestellt. 1954 wurde es auf Wunsch des Pfarrers auf den Friedhof versetzt.

Nur im Vergleich mit den Turbulenzen des 20. Jahrhunderts kann das 19. Jahrhundert als„gute, alte Zeit“ erscheinen. Auf die Zeitgenossen selbst musste es ganz anders wirken: Da gab es das jahrelange und immer wieder ziemlich kriegerische Hin und Her am Jahrhundertbeginn, das erst mit der Niederlage Napoleons 1815 endete. Gleich darauf folgte ein tiefer Hungerwinter 1816/17 und um die Mitte des Jahrhunderts durchdrangen sich wirtschaftliche und politische Unruhen.

Unter diesen Umständen war es kein Wunder, dass Hunderte von Kronauern ihr Glück anderswo suchten. Einige mögen nur in irgendwelche deutschen Städte gewandert sein; die meisten nahmen jedoch große Risiken auf sich und zogen in die USA. Ihren Höhepunkt erreichte diese Bewegung in den Jahren 1840 und 1870. Da wuchs die Bevölkerung immer mehr, ohne dass sich die wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechend verbesserten. In Amerika schien man Hunger und Armut entgehen zu können. Langfristige Verbesserungen zeichneten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ab. Da ließen sich die ersten Zigarrenfabriken nieder und schufen neue Einkommensmöglichkeiten.

1870/71 änderte sich dann auch noch der politische Rahmen: Am Ende des deutsch-französischen Krieges stand die Gründung des preußisch dominierten Deutschen Kaiserreiches. Ganz allmählich trat das Alte zurück. 1887 wurden beispielsweise die ersten frei Straßenlaternen angeschafft und das Dunkel der Nacht zumindest etwas zurückgedrängt. Zehn Jahre später wurde dann auch die kommunale Nachtwache aufgegeben. Fast pünktlich zum Jahrhundertwechsel – wobei noch nicht eindeutig geklärt ist, ob es 1899 oder 1900 war – wurde schließlich das elektrische Licht in Kronau eingeführt.

„Der Baublan für August Knaus, geferticht Pius Moch Zimmermeister Kronau“ zeigt die „foder ansicht und die Situation an der Haubtstrase“. Die Planungen wurden am 23. April 1874 vom Bezirksamt kommentarlos genehmigt.zoom
„Der Baublan für August Knaus, geferticht Pius Moch Zimmermeister Kronau“ zeigt die „foder ansicht und die Situation an der Haubtstrase“. Die Planungen wurden am 23. April 1874 vom Bezirksamt kommentarlos genehmigt.
 
 

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