Bauernkrieg

Der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit verbindet sich in der Region mit einem tief einschneidenden Ereignis, dem Bauernkrieg. Und beinahe wäre es in seinem Verlauf auf Kronauer Gemarkung zu einer wichtigen Zusammenkunft gekommen.

Das Hochstift Speyer im Bauernkrieg: Ende April 1525 verhandelt Bischof Georg im Kloster Herrenalb mit den Aufständischen und erreicht, dass sie ihr Einverständnis zu einer friedlichen Zusammenkunft in seiner Hauptstadt Udenheim erklären. Bereits einen Monat später aber wird die Revolution in Bruhrain und Kraichgau blutig niedergeschlagen, die Hauptleute sterben in Bruchsal unter dem Henkersbeil. Deckengemälde von Johannes Zick aus dem Jahre 1752 im Treppenhaus des Bruchsaler Schlosses, nach der Kriegszerstörung 1945 von Karl Manninger originalgetreu rekonstruiert. (Stadtarchiv Bruchsal)zoom
Das Hochstift Speyer im Bauernkrieg: Ende April 1525 verhandelt Bischof Georg im Kloster Herrenalb mit den Aufständischen und erreicht, dass sie ihr Einverständnis zu einer friedlichen Zusammenkunft in seiner Hauptstadt Udenheim erklären. Bereits einen Monat später aber wird die Revolution in Bruhrain und Kraichgau blutig niedergeschlagen, die Hauptleute sterben in Bruchsal unter dem Henkersbeil. Deckengemälde von Johannes Zick aus dem Jahre 1752 im Treppenhaus des Bruchsaler Schlosses, nach der Kriegszerstörung 1945 von Karl Manninger originalgetreu rekonstruiert. (Stadtarchiv Bruchsal)

Im späten 15. Jahrhundert bestand die Bevölkerung Kronaus aus rund 300 Personen. Dies lässt sich aus den Daten der ältesten Speyerer Volkszählungen von 1469/70 und um 1500 ermitteln. In beiden Fällen wurden zwar nicht wirklich alle Einwohner gezählt, aber immerhin wurden alle Haushalte aufgeführt und ihre Vorstände namentlich benannt. Die wachsende Bevölkerung traf auf der anderen Seite auf einen Landesherrn, der seine Herrschaft ausbauen und zu neuen Einnahmen kommen wollte. Viel Streit gab es vor allem um die Nutzung der Waldungen, die in der alten Landwirtschaft große Bedeutung besaßen. Im Jahr 1502 wäre es unter dem Zeichen des bäuerlichen „Bundschuhs“ beinahe zum Aufstand gekommen. Allerdings wurden die Pläne verraten. Bauernführer Joß Fritz aus Untergrombach konnte zwar entkommen, einige der Mitverschwörer wurden jedoch gefangen genommen und hingerichtet.

1525 gab es eine neue Welle von Unruhen. In der Region entwickelte sich Malsch zum Zentrum des „Bruhrainer Haufens“, der am 20. April jenes Jahres aus etwa 600 bewaffneten Bauern bestand, die beim Letzenberg kampierten. Das bewaffnete Vorgehen des Speyerer Bischofs gegen die Bauern misslang und im Gegenzug breitete sich die Empörung immer weiter aus. Um Zeit zu gewinnen, wollte Bischof Georg verhandeln, und als Ort des für den 26.April geplanten Treffens wurde der Hirschsprung bei Kronau vorgeschlagen. Allerdings traf man sich dann doch in Bruchsal. Die Verhandlungen scheiterten, und am Ende kam es zur militärischen Unterdrückung der Erhebung. In die Unterwerfungsurkunde vom 6. Mai 1525 waren auch die Kronauer miteinbezogen. Als Sicherheit für den Schadensersatz, den sie zu leisten hatten, mussten sie zwei Geiseln stellen, Jerg Voltz und Bernhart Knopf.

 
 

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