Gemeindeentwicklung: Platzgewinn durch Innenentwicklung, Kronau als Fahrradgemeinde - Konzept im Rahmen des neuen Landessanierungsprogramms Mitte-Ost. Verwaltung fragt nach Bürgermeinung

04.10.2019

(von Frieder Scholtes) Fast vor einem Jahr beschloss der Kronauer Gemeinderat das erste Gemeindeentwicklungskonzept und im Rahmen dessen unter anderem die Leitprojekte Wohnraum für alle, städtebauliche Erneuerung-Ortsmitte und Fahrradgemeinde. Um die Projekte der Bevölkerung näher zu bringen aber auch um deren Meinung und Ideen zu eruieren, lud Kronaus Bürgermeister Frank Burkard die Einwohnerschaft zu einer Bürgerversammlung in die Mehrzweckhalle ein.

Etliche Interessenten ließen sich von Jürgen Mühlbacher und Gabriele Siegele, den Fachleuten der LBBW Immobillien Kommunalentwicklung GmbH informieren, die bereits die Umsetzung des gerade abgeschlossenen Landesanierungsprogramms Forstgarten erfolgreich betreut hatten. Der Entwicklung Kronaus zur Fahrradgemeinde nahmen sich Uwe Petry und Janosh Schnee vom Fachbüro VAR+ an.

Die Kommunalentwicklungs GmbH war auf der Suche nach bebaubaren Flächen sehr erfolgreich. 260 Grundstücke und Gebäude mit etwa 430 Wohneinheiten stehen als Potential grundsätzlich zur Verfügung. Davon sind 2,1 Hektar im Eigentum der Gemeinde. Im Entwurf der Fachleute ist hinter der Sparkasse (ehemalige Fa. Schimmel) ein kleines Hotel vorgesehen. Daneben drei Punkthäuser für den Geschosswohnungsbau. Auf dem Platz beim Einkaufszentrum (Nationengarten) könnte Betreutes Wohnen entstehen. Alles in allem befinden sich sieben Entwicklungsflächen im Eigentum der Gemeinde, die grundsätzlich mit insgesamt 88 Wohneinheiten bebaut werden könnten. In einer Beteiligungsrunde wurde zu jeder einzelnen dieser Flächen die Meinung der Bürgerinnen und Bürger eingeholt.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um die Neubebauung der Ortsmitte bzw. der Flächen des ehemaligen Gasthauses zum Lamm und der ehemaligen Bäckerei Dörflinger.

Der Vorschlag enthielt die Verschwenkung der Straße auf das Lamm Areal. Somit würde sich ein kleiner Platz vor dem Rathaus ergeben. Die unübersichtliche Verkehrssituation wäre deutlich entschärft. Die übrige Fläche könnte für das Thema „Fahrrad“ verwendet werden. Eine öffentliche Toilette sowie Fahrradservices sind vorgesehen. Diesen Vorschlag fanden bei einem Stimmungsbild etwa drei Viertel der Anwesenden gut und dürfte wohl so kommen. Fast einmütig sprach sich das Auditorium für die Herabsetzung der Geschwindigkeit in Bahnhof-, Haupt- und Kirrlacher Straße auf 30 Stundenkilometer aus.

Ihre Vorstellungen für die Entwicklung Kronaus zu einer fahrradfreundlichen Kommune erläuterten die Fachleute von VAR+ mittels einer Power-Point Präsentation. Dabei wurden verschiedene Vorschläge zur Ergänzung des Fahrradnetzes unterbreitet. Auf den Hauptstraßen war eine Fahrbahntrennung mittels Bäumen oder Pollern vorgeschlagen, die jedoch die Mehrzahl der Bürger ablehnte. Auch eine Regelung mit alternierenden Fahrradschutzstreifen stieß nur zum Teil auf Gegenliebe. Kontrovers wurde um die Verkehrsleitung in der Bahnhofstraße diskutiert.
 
 

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