Suchtbeauftragte - Teil II - Medienkonsum

23.04.2018

Definition: Die Mediensucht ist ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für die Sucht nach bestimmten Medien wie etwa Smartphone, Fernseher, Internet oder auch die Sucht nach Videospielen. Somit zählt die Mediensucht zu den substanzunabhängigen Süchten. Wann genau ein Mensch als mediensüchtig gilt, lässt sich nicht so klar definieren. Wer aber den größten Teil seiner Zeit im Internet, am Smartphone oder mit Computerspielen verbringt, nicht oder kaum noch auf Restriktionen seines Umfelds reagiert und selbst in Momenten, in denen er nicht im Netz unterwegs ist, gedanklich weiterhin permanent mit dem Medium beschäftigt ist, gilt als gefährdet.

Anzeichen: Der eine verliert sich in Rollenspielen wie „World of Warcraft“ oder Ego-Shootern wie „Counter-Strike“. Der andere wird zum Serienkonsumenten durch Netflix. Und selbst soziale Netzwerke bergen Suchtrisiken. Es gibt verschiedene Verhaltensweisen, die auf eine Abhängigkeit hinweisen, etwa:

Der Betroffene verbringt den größten Teil seiner Zeit im Internet, am Handy, Smartphone oder mit Computerspielen.
Mangelnde Fähigkeit den Konsum zu reduzieren.
Ständige gedankliche Beschäftigung mit dem Medium.
Unangenehme körperliche oder emotionale Zustände, wenn das Medium unerreichbar ist.

Während erste Vorboten einer Internetsucht die Vernachlässigung von anderen Aktivitäten und sozialen Kontakten sein können, führt die ungebremste Entwicklung meist zum absoluten Kontrollverlust. In vielen Fällen kommt es zu typischen Entzugserscheinungen wie Nervosität, Angst und Schlaflosigkeit. Manchmal greifen Betroffene dann zusätzlich zu Drogen oder Medikamenten, um sich länger wachzuhalten. Hier fallen dann zwei Suchterkrankungen zusammen.

Hilfsangebote/ Was kann ich tun?

Das Gespräch suchen und soweit möglich Verhältnisse anpassen, z.B. bei Kindern und jüngeren Jugendlichen den Konsum beschränken, andere Beschäftigungen vorschlagen und gemeinsam umsetzen. Regeln aufzustellen und Konsequenz sind hier wichtig. Wenn keine Lösung in Sicht ist: Professionelle Hilfen in Anspruch nehmen. Wenn Ihr Angehöriger bestreitet, süchtig zu sein, ist die Beratung im ersten Schritt auch ohne den Betroffenen selbst möglich.

Professionelle Hilfe gibt es bei der Drogenhilfe oder, wenn psychische Erkrankungen auch eine Rolle spielen, bei allen ambulanten und stationären Angeboten der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, sowie bei den bekannten Anlaufstellen in der Gemeinde.

Fachstelle Sucht Bruchsal
Hildastr. 1
76646 Bruchsal
Tel.: 07251/932384-0
E-Mail: fs-bruchsal@bw-lv.de



Nummer gegen Kummer

www.nummergegenkummer.de
Telefon-Hotline: 0800 1110333.

Quellen: https://www.schau-hin.info ; http://mediclin.de

 
 

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