Mehrheit für neuen Vorschlag zur REWE Ansiedlung - „Verfahren der Bürgerversammlungen bewusst gewählt“

27.06.2017

(Text: ih/Bild: fsch) Auch die zweite Kronauer Bürgerversammlung zu einer möglichen Ansiedlung der REWE Group war mit rund 300 Bürgerinnen und Bürgern gut besucht. Aus der Rede von Bürgermeister Frank Burkard wurde deutlich, dass sowohl die Gemeindeverwaltung, als auch die REWE Group die Bedenken und Anregungen der Bürger, die auf der Versammlung im März artikuliert wurden, ernst genommen hatte. Dies wurde in mehreren Diskussionsbeiträgen gelobt.

Kern der neuen Überlegungen ist eine Verlegung des Großteils der Gewerbegebiets-Erweiterungsfläche an die Autobahn, gegenüber der Tank und Rastanlage. Außerdem soll dort anstatt dem geplanten REWE Obst- und Gemüselager, die Südwest-Zentrale des zur REWE Group gehörenden Discounters „Penny“ künftig ihre Zelte in Kronau aufschlagen. Jürgen Machmeier vom Projektentwickler INWO erläuterte die Einzelheiten der geplanten Ansiedlung. Seine Kernbotschaft war, dass die neuen Überlegungen mit 450 Arbeitsplätzen, darunter zahlreiche hochqualifizierte Verwaltungsarbeitsplätze, der Gemeinde Kronau einen noch größeren Mehrwert bringen, als das Obst- und Gemüselager, das rund 350 Menschen beschäftigt hätte. Außerdem gäbe es erheblich weniger Lastkraftwagen mit Kühlaggregaten.

Ein Umstand, der beim letzten Mal noch kritisiert worden war. Aufgrund der Nähe zur Autobahn und einer Direktanbindung über den östlichen Kreisverkehr sei mit zusätzlichem Schwerlastverkehr nicht zu rechnen, so Machmeier. Dennoch gab es Kritik. Hatte doch die REWE Group um etwas mehr Gewerbeland als im alten Projektgebiet gebeten. Der Flächenverbrauch sei zu hoch, so verschiedene Versammlungsteilnehmer. Bürgermeister Burkard machte darauf hin deutlich, dass es sich um keine zusätzliche Gewerbefläche handelt, sondern im Gegenzug der größte Teil der bisherigen Heidig-Erweiterungsfläche nach der Änderung des Flächennutzungsplans keine Gewerbefläche mehr sei. Lediglich die so genannte kleine Erweiterung zum Eigenbedarf bliebe enthalten. Aber selbst diese dürfte längst nicht sofort gebraucht werden, denn die entsprechenden Anfragen seien eher rar, wie ein weiterer Diskutant feststellte. Im Verlaufe der Debatte meldeten sich zahlreiche Befürworter des Projekts zu Wort.

Gegen Ende meldeten sich nochmals Kritiker und forderten einen Bürgerentscheid. „Das Verfahren der Bürgerversammlungen ist bewusst gewählt, um sich im direkten Dialog zu begegnen“, erläuterte Burkard den Hintergrund der Vorgehensweise. Weder im Gemeinderat noch auf der ersten Bürgerversammlung habe es Einwände gegeben. Mehr noch, geäußerte Anregungen seien aufgenommen und umgesetzt worden, wie der jetzige Flächentausch an die Autobahn belege.

Aufgrund der jeweiligen Beifallsbekundungen zu den einzelnen Wortmeldungen stellte der Bürgermeister eine deutliche Mehrheit für das Projekt fest, was wiederum mit Beifall quittiert wurde.
Ein nicht zu unterschätzender Zusatz-Effekt der Gewerbegebiets-Verlagerung ist die Tatsache, dass die Gemeinde Kronau dem Kreisverband Karlsruhe des Deutschen Roten Kreuzes völlig unkompliziert eine Fläche für eine neue Rettungswache zur Verfügung stellen kann. Dies verkürzt die Rettungswege für die Kronauer Bevölkerung erheblich.

 
 

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